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Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Europa z.B. im Englischen Cornwall und im deutschen Erzgebirge, Zinngruben, die jedoch wegen der geringen Rentabilität stilgelegt wurden. Heute sind Malaysia und Indonesien Hauptproduktionsländer für den Rohstoff Zinn. Dort wird das Zinnerz im Tagebau gewonnen. In Bolivien wird es dagegen unter Tage abgebaut.

Bereits in den Erzeugerländern wird das Zinnerz in Schmelzhütten aufbereitet. In Barren gegossen, gelangt das Zinn mit einem Reinhaltsgehalt von fast 100% zu uns. Zinn, ein chemisches Element mit dem Kurzzeichen Sn, ist ein helles, relativ weiches Metall. Sein spezifisches Gewicht ist 7,3. Der Schmelzpunkt liegt bei 232 Grad C.

Zur Herstellung von Gerät ist reines Zinn zu weich und zu spröde. Der Zinngießer legiert es deshalb mit Kupfer und Antimon. Diese Zusatzstoffe mit einem Anteil von nur etwa 5 % verleihen dem Zinn eine größere Härte und machen es besser gießbar.

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